Zahnpflege mit Kokosöl

Ihr Lieben,

den meisten ist die, ja, Wunderwaffe Kokosöl mittlerweile schon geläufig und auch die unzähligen Gebiete auf denen es Anwendung findet. Dennoch überlege ich dem Ganzen noch einen gesonderten Beitrag zu widmen.

Nun ja, heute geht es bei mir allerdings um Zahnpflege. Wir alle tun es normalerweise täglich. Lange Zeit hat es da auch niemanden grossartig interessiert, was für eine Zahnpasta er sich eigentlich kauft. Gut schmecken soll sie, die Zähne im Idealfall schön weiß machen, fertig. Mittlerweile hat sich das für mein Empfinden schon sehr geändert. Gesund soll sie sein. Das ist bei vielen heute überhaupt die Hauptsache. So auch in unserer Familie. Zwar haben wir bereits seit einiger Zeit darauf geachtet, dass unsere Zahnpasten möglichst wenig schädliche Inhaltsstoffe enthalten, aber ganz ohne geht es leider selten wenn man sich eine gängige Zahnpasta kaufen möchte. Oftmals befindet sich darin so viel Zeug wo ich mich frage, was das in einem menschlichen Körper zu suchen hat. Nicht umsonst wird regelmässig davor gewarnt, die zu verwendende Zahnpasta nicht herunter zu schlucken. Hä? Was? Warum darf etwas, dass ich dazu benutze meine Zähne zu pflegen, nicht herunter geschluckt werden? Spricht hier nicht alles dafür, dass die enthaltenen Substanzen alles andere als gesund sind? Zumal es ja leider der Fall ist, dass allein über die Schleimhäute schon genug davon aufgenommen wird. Dies kommt dem Schlucken fast gleich.

Aber klar, die Zahnpasta soll ja deine Zähne auch nicht allzu gesund machen. Wovon soll denn der Liebe Zahnarzt sonst leben? Die Tatsache ist, ohne dieses Geraffel, leben wir wesentlich gesünder. Das viele Bohren hier und Bohren da, schleifen hier, versiegeln da und besser wird es ja dennoch nicht. Natürlich ist auch die gesunde Ernährung unheimlich wichtig, keine Frage. Aber hier mal ein paar Beispiele, was in einer handelsüblichen Zahnpasta oft enthalten ist:

  • Aspartam (bei der Verstoffwechselung entstehen Nervengifte)
  • Carrageenan (im Verdacht Entzündungen zu fördern)
  • Mikroplastik
  • Sorbit (nachgewiesen Kariesfördernd)
  • Flourid (zu viel davon hemmt den Stoffwechsel und macht die Zähne porös)
  • etc.

Speziell meine kleinen Kinder kann ich nicht dazu bringen, nichts von der Zahnpasta zu schlucken. Ganz besonders, wenn sie dann noch lecker nach Kaugummi oder sonstigen Süßigkeiten schmeckt. Hier sehe ich für Ihre Gesundheit kein Nutzen, ganz im Gegenteil, und möchte handelsübliche Zahnpasta meiden.

Die Zahnpasta selbst herzustellen hat also viele Vorteile. Ich kenne die Inhaltsstoffe, weiß, dass sie die Zähne nicht schädigen, sondern pflegen. Keine Chemie und kein Gift ist in meiner Zahnpasta enthalten. Auch ein Verschlucken ist alles andere als problematisch. Sogar eher gesund.*lach*

Natürlich hält die Zahnpasta ohne diese ganzen Konservierungsstoffe nicht so lange wie eine im Handel gekaufte. Das ist aber ein „Nachteil“ den ich absolut verschmerzen kann. Die Menge, die ich mir zubereite, ist zudem immer schnell genug aufgebraucht.

Kokosöl findet bei uns im Haushalt und in der Küche schon seit langem große Anwendung. Ich benutze es täglich, sei es zum Kochen, zur Hautpflege und eben seit kurzem auch zur Zahnpflege, wie ich euch nun gerne erzählen möchte.

Ja, ich weiß, es klingt schon erstmal etwas merkwürdig sich mit Öl die Zähne zu putzen. Aber da ich um die guten Eigenschaften von Kokosöl wusste und keine Nebenwirkungen befürchten musste, dachte ich mir „why not“?!

Zugegeben, das erste Mal fühlt sich ein wenig merkwürdig an. Es schäumt nicht und man hat leicht das Gefühl nur mit Wasser seine Zähne zu putzen. Der Geschmack ist, anders als viele wahrscheinlich erwarten würden, nicht stark von Kokos geprägt sondern wirklich nur dezent und sehr angenehm. Bio Kokosöl wirkt Super antibakteriell, antiviral, antifungal und antiparasitär.
Ich füge meiner Zahnpasta allerdings noch ein paar weitere Zutaten hinzu.

Zum einen ist das Natron, über welches ich auch schon in einem anderen Beitrag begeistert berichtet habe. Es schafft einen guten pH-Wert im Mund, hellt die Zähne leicht auf und schafft es die Karies verursachenden Säuren zu neutralisieren.

Und zum anderen ist das Xylit. Schon seit einiger Zeit verwende ich Xylit in der Küche als Ersatz für den ungesunden Haushaltszucker. Nun befindet es sich auch in meiner Zahnpasta. Warum? Es verdünnt den Speichel, dieser enthält viel Calciumphosphat und stärkt so den Zahnschmelz. Xylit verhindert, dass Bakterien Zucker und andere Kohlenhydrate zu schädlicher Milchsäure verstoffwechseln können. Die Mundflora verbessert sich ebenso wie der pH-Wert.

Die Herstellung der eigenen Zahnpasta ist unheimlich einfach.

Zunächst sollte darauf geachtet werden, dass das Kokosöl sich im flüssigen Zustand befindet. Das geht relativ schnell, da Kokosöl einen niedrigen Schmelzpunkt von 23° bis 26° hat. Gib einfach das Glas, das du für deine Zahnpasta benutzen möchtest mitsamt Kokosöl in ein warmes bis heißes Wasserbad und dann geht es ganz schnell.

Hier rührst du nun dein Natron und Xylit ein und rührst gut um. Das Wasserbad benötigst du nun nicht mehr. Das ganze soll sich gut vermischen, weshalb ich immer wieder her gehe und umrühre.

Wenn ich merke, dass das Kokosöl schon etwas cremiger wird, stelle ich das ganze nach einem letzten Umrühren in den Kühlschrank und warte bis es wieder seine ursprüngliche Konsistenz erreicht hat.

Hier die Mengenangaben, die ich verwende:

  • 3 EL Bio Kokosöl
  • 2 EL Natron
  • 1/2 TL Xylit
  • Optional zwei bis drei Tropfen Minzöl

Nach dem Fertigstellen der Zahnpasta sollte darauf geachtet werden, sie bei Zimmertemperatur zu lagern. So kannst du sicher sein, dass Sie immer die richtige Konsistenz hat um loszulegen. Du kannst sie also ganz normal in deinem Badezimmerschrank aufbewahren.

Ich habe mir einen kleinen Löffel dazu gelegt, mit welchem ich die Zahnpasta auf meine Zahnbürste auftrage.

Ich putze noch gar nicht allzu lange mit dieser Zahnpasta und merke schon einen gewaltigen Unterschied zu vorher. Meine Zähne sehen gut aus, sind gepflegt, sauber und nicht mehr so kälte- und hitzeempfindlich. Nach dem Putzen habe ich keinen scharfen Zahnpastageschmack im Mund und kann direkt Wasser trinken ohne dass es merkwürdig schmeckt.

Es lohnt sich, falls du auf der Suche nach einer geeigneten Zahnpasta bist, dieses Rezept auszuprobieren.

An die Zahnbürste und los!

Madeleine

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