Die Sache mit der Angst

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Hallöchen ihr Lieben da draußen,

regelmäßig, wenn ich von der Geburt unseres zweiten Sonnenschein’s erzähle, werde ich mit ein und der selben Frage konfrontiert:

„Hattest Du denn keine Angst, dass etwas schief geht?“

Und jedes Mal habe ich die gleiche Antwort darauf:

„Nein.“

Bei einer Geburt sage ich ganz klar, dass diese zu den natürlichsten Geschehnissen gehört die man sich vorstellen kann und davor Angst zu haben, beziehungsweise sich davor Angst machen zu lassen (das ist wohl der häufigste Fall), ist nicht nötig.

Ich will nicht sagen, dass Ängste durchweg etwas schlechtes sind. Das Problem ist häufiger, dass wir uns nicht näher mit ihnen befassen, sondern uns üblicherweise schnell davon abwenden. Dinge die uns Angst machen, wollen wir oft nicht genauer betrachten. Doch das ist wichtig! Äußerst wichtig sogar! Denn in den meisten Fällen wird uns dann schnell klar, dass es wenig Sinn macht, sich weiter zu fürchten. Unsere Ängste stellen häufig Herausforderungen dar, denen wir uns stellen sollten um daran wachsen zu können. Wachstum ist wichtig. Nehmt die Herausforderung an und ihr werdet schnell merken, dass es euch besser geht. Seht also die Angst nicht als etwas Schlimmes an, von dem ihr euch abwendet, sondern nehmt sie an, durchleuchtet sie und macht euch klar, was das Leben euch sagen möchte.

Hinter der Angst stecken also oft Dinge, die uns eigentlich weiter bringen würden. Schauen wir nicht dahinter, verpassen wir sicher viele wertvolle Erfahrungen.

„Ich wollte ihn eigentlich ansprechen, aber ich hatte Angst, einen Korb zu bekommen.“

Nur mal als Beispiel. Was wäre gewesen, wenn er ja gesagt hätte?

Wir lassen uns von unseren Ängsten fesseln, sie nehmen uns Lebensfreude, Spannung, Freiheit und Lebendigkeit.

Sprengt diese Fesseln! Beginnt ehrlich zu Euch selbst zu sein. Verleugnet die Angst nicht. Steht dazu und nehmt sie an. Nehmt die Herausforderung an. Sprecht sie aus. Das wirkt befreiend. Und wenn ihr Euch dabei alleine fühlt, dann lasst euch an die Hand nehmen. Vom einem Freund, vom Partner, den Eltern. Gemeinsam geht vieles leichter von der Hand.

Furcht ist ein Gefühl. Eines der stärksten Gefühle die wir empfinden können. Und was wollen Gefühle? Genau, bewusst gefühlt werden. Hier kommen wir mit dem Verstand oft erstmal nicht weit. Denn Angst bringt den Verstand durcheinander. Stehen wir unter Angst oder Stress, können wir Entscheidungen längst nicht so einfach fällen wie im Wohlbefinden und mit Liebe betrachtet. Es kann also unsere Fähigkeiten enorm herabsetzen. Dennoch gilt:

Auf die Dosis kommt es an. Natürlich hat leichte Furcht auch oft den Vorteil unsere Sinne zu schärfen. Verwirrend oder? *lach*

So, nun betrachten wir unsere Angst: Was macht mir Angst? Warum macht genau das mir Angst? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass das auch geschieht, wovor ich mich so fürchte? Und wenn es eintritt, was tue ich dann? Es ist immer lohnenswert sich diese Fragen zu stellen. Am Ende stellt man oftmals fest, dass es viel weniger „gefährlich“ war als befürchtet.

Auch ich habe mir vor der Geburt unseres Sohnes Sedrik sämtliche Fragen gestellt. Habe Bücher und Internet durchforstet und Antworten gefunden. Diese Antworten nahmen mir jeden noch so kleinen Zweifel, der vielleicht mal versuchte aufzukommen. Und es ist ganz natürlich, dass in der Schwangerschaft auch mal Zweifel aufkommen. Und auch hier gilt: Nimm sie an. Fühle sie. Oft sind sie haltlos und verschwinden ganz schnell wieder. Hier ist es natürlich einfacher, den Arzt oder die Hebamme aufzusuchen und so durch beispielsweise einen Ultraschall zu erfahren, dass alles in bester Ordnung ist. Doch Vorsicht, schnell begeben wir uns so in ein Hamsterrad. Die Intuition verlässt uns nach und nach, mit jedem Mal wo wir glauben die Bestätigung anderer zu benötigen, um zu wissen ob es uns gut geht oder nicht.

Darum beginnt euch wieder selbst zu fühlen! Liebt euch, so wie ihr seid und vertraut auf euch! Kommt zur Ruhe und betrachtet nüchtern wovor ihr euch fürchtet und ob dieses Angstgestell nicht auf wackeligen Beinen steht. Wie oben schon erwähnt kann gewisse Angst auch mal ein Hinweis auf eine Gefahrensituation sein, daher ist es umso wichtiger diese Ängste anzuschauen und zu bewerten.

Nach intensiver Informationsbeschaffung war mir also ziemlich flott klar, dass es nichts gab wovor ich mich hätte fürchten sollen. Mein innerer Anker war so ausgeprägt und mein Vertrauen in mich selbst und in das Kind, welches ich in mir trug war derartig stark, dass Ängste gar keine Chance hatten. Und ich wurde fast täglich mit den Ängsten anderer konfrontiert wenn ich gefragt wurde, wo ich entbinden werde. Aber das waren deren Ängste, nicht meine. Auch diesmal ist es bis zum jetzigen Zeitpunkt schon oft genug vorgekommen, dass andere versuchen, mir ihre Ängste einzureden. Ich nutze dies als Gelegenheit um ihnen aufzuzeigen, dass viele dieser Sorgen haltlos sind.

So, nun habe ich das Gefühl alles Wichtige gesagt zu haben und hoffe, dass es einigen eine Hilfestellung sein kann.

Zum Ende noch ein Zitat, das ich mal aufgeschnappt habe:

 

„Tausend Türen tut er auf, wo der Mensch ausserstande ist, sich auch nur eine vorzustellen.“

Baha’i Weisheit

 

Habt einen schönen Tag!

Madeleine

 

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