Folgemilch

Hallo ihr Lieben,

heute geht es bei mir um Baby-Folgemilch. Ich bin schockiert, was da alles rein gepackt wird! Da mein kleinster hin und wieder zum Kuscheln noch eine Milch möchte, mir aber bewusst ist, dass Zucker und Co. in der Milch eigentlich nicht unbedingt sein müssen, habe ich mich nochmal näher mit den Zutaten auseinander gesetzt. Eins steht fest:

Auf meiner Einkaufsliste steht sie nicht mehr.


Im folgenden möchte ich gerne ein paar Zutaten vorstellen.

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Calciumorthophosphate

E341, Calciumphosphate

Verwendung: Trenn- und Antiklumpmittel, Alkalien, Säure, Salze, Backtriebmittel

Warnung: Ist ganz besonders von Allergikern und Asthmatikern zu meiden!

Beschreibung:

Die Verbindungsklasse der Lebensmittel-Phosphate umfasst Stoffe mit höchst unterschiedlichen Eigenschaften. Sie gehören zu den umstrittensten Zusatzstoffen, obwohl sie nicht die bedenklichsten sind. Zwar gelten sie alle ‚von Amts wegen‘ als völlig harmlos, aber bereits der Tatbestand, dass sich E 341 in niedriger Konzentration als wirksames Schädlingsbekämpfungsmittel gegen Kornkäfer und Motten bewährt hat, widerlegt diese Behauptung. Bislang ist noch umstritten, ob Phosphate bei empfindlichen Kindern impulsives Verhalten (Hyperaktivität) auslösen können. Polyphosphate können den Calciumstoffwechsel des Menschen nachteilig verändern. In Kombination mit anderen Zusatzstoffen – den ‚modifizierten Stärken‘ (siehe Verdickungsmittel)- treten bei der Ratte Verkalkungen des Beckens auf. Sie erhöhen die Schädlichkeit von Schwermetallen, indem sie deren Aufnahme durch den Darm erleichtern. Phosphate können zahlreiche Verunreinigungen enthalten. In Japan vergifteten sich in den fünfziger Jahren mehrere tausend Kleinkinder durch erhöhte Arsenrückstände in einem Phosphatzusatz. Zur Zeit wird die Wirtschaftlichkeit einer Urangewinnung aus Phosphaten geprüft. Dazu müsste allerdings zuvor das enthaltene Cadmium entfernt werden. Bisher ist neben dem Arsengehalt (max. 3 mg/kg) aber nur der Fluorrückstand (max. 50 mg/kg) gesetzlich begrenzt.

Datenquellen:  Codecheck, Autor und Lebensmittelchemiker Heinz Knieriemen, E-Nummern, AZ Verlag AG

 

Maltodextrin:

Kann gentechnisch hergestellt sein.

Beschreibung:

Füllstoff und Verdickungsmittel in Fertigsuppen, Kindernahrung und Süßwaren. Wird als Fettaustauschstoff in kalorienreduzierten Lebensmitteln eingesetzt.

Datenquellen: Codecheck, Autor und Lebensmittelchemiker Heinz Knieriemen, E-Nummern, AZ Verlag AG

 

Sojalecithine:

Lecithin pflanzlich E322

Verwendung: Antioxidantien, Emulgator, Emulgator Antioxidationsmittel

Kann gentechnisch hergestellt sein.

Warnung: Besonders von Allergikern und Asthmatikern zu meiden!

Beschreibung:

Natürlicher Stoff, aus Soja- oder Rapsöl gewonnen. Er darf jedoch enzymatisch (Hydrolyse) verändert werden.

Datenquellen: Codecheck, Autor und Lebensmittelchemiker Heinz Knieriemen, E-Nummern, AZ Verlag AG

 

Kaliumcitrate:

Verwendung: Antioxidantien, Alkalien, Säure, Salze

Kann gentechnisch hergestellt sein.

Warnung: Besonders von Allergikern und Asthmatikern zu meiden!

Beschreibung:

Die Zitronensäure kommt in vielen Früchten vor (u.a. im Zitronensaft) und ist in geringerer Konzentration sogar ein natürlicher Bestandteil jeder menschlichen Zelle. Bei Zufuhr grösserer Mengen von E 330 vermag jedoch der Darm mehr Schwermetalle und Radionuklide aufzunehmen. Als Zusatzstoff wird E 330 und seine Salze (Citrate) von Mikroben aus Zucker erzeugt oder durch Behandeln von Dichlor-Aceton mit Blausäure und Zyankali.

Datenquellen: Codecheck, Autor und Lebensmittelchemiker Heinz Knieriemen, E-Nummern, AZ Verlag AG


 

Phu… alleine schon wenn ich „Blausäure“, „Gentechnik“ oder „Schädlingsbekämpfungsmittel“ lese, stellen sich mir die Nackenhaare auf. Auch den Zuckergehalt stufe ich als zu hoch ein. Beim Vergleichen konnte ich feststellen, dass auf 100g dieses Folgemilch-Pulvers fast 11 Würfel Zucker kommen. Für ein Baby oder auch ein Kleinkind eigentlich zu viel.

Wir leben natürlich nicht zuckerfrei in unserer Familie, jedoch versuchen wir, gerade bei den Kids, den Konsum gering zu halten. Wenn ich mir nun diese ganzen Fakten zusammen vor Augen halte, habe ich zumindest nicht das Gefühl, dass ich da etwas gesundes kaufe.

Da Sedrik seine Milch auch nicht mehr mit Sättigungseffekt benötigt, sondern sie einfach ein Gemütlichkeitsfaktor beim Kuscheln ist, werde ich sie nun getrost durch Hafermilch ersetzen, die ich selbst bereits nutze um meinen Kuhmilch-Konsum zu reduzieren.

Ich bin mir sicher, dass dies heute für viele wohl keine neuen Informationen waren, dennoch war es bei mir gerade in diesen Tagen sehr aktuell und darum möchte ich es mit Euch teilen. Eventuell hilft es hier und da eine Entscheidung zu fällen. Selbst wenn dadurch „nur“ die Neugierde geweckt wird, und an manchen Stellen öfter einmal auf die Zutatenliste geschaut wird, bin ich schon glücklich.

Gute Nacht und bis bald,

Madeleine

 

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