Vorsorge in der Schwangerschaft

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Jaaa, ich bin schwanger!

Seit gut 21 Wochen schlägt das kleine Herz in mir und wir sind alle sehr glücklich darüber! ♥

Eine Schwangerschaft ist eine intensive, aufregende und vor allem natürliche Zeit. Ich betone gerade „natürlich“, da es heute ja doch – noch – die Regel ist, eine Schwangerschaft von A-Z vom Onkel Doc bewachen zu lassen.

Doch ist das wirklich nötig? Oder macht mir der Arzt in vielerlei Bereichen nur Angst, die absolut unnötig ist? Der Begriff “ Vorsorge“ trägt seinen Namen zurecht, wie ich selbst in meinen vergangenen zwei Schwangerschaften feststellen konnte. Ich war von Beginn an eine kerngesunde werdende Mama mit kerngesunden Baby’s im Bauch. Trotzdem grummelte der Magen bei jeder Fahrt zum Gynäkologen auf’s Neue. Warum? Einer Frau (ich denke es ging nicht nur mir so) schießen auf dem Weg dorthin viele Gedanken durch den Kopf.

Wie liegt mein Baby? Hoffentlich habe ich genug Fruchtwasser? Ist es „normal“ gewachsen? Schlägt das Herz im richtigen Takt? Sind meine Blutwerte in Ordnung?

Und vieles, vieles mehr…

Das raubt einem unheimlich viel Energie und das habe ich jedes mal aufs neue gemerkt. Ich war nach den Untersuchungen natürlich auch froh, aber vor allem war ich müde und genervt dass wieder unten rum gefummelt wurde. Klar hat man sich gerne das Foto angesehen, das beim Ultraschall gemacht wurde, doch war auch gewiss:

Das gesündeste für den Wurm ist es sehr wahrscheinlich nicht.

Der Ultraschall ist und bleibt noch ein schwieriges Thema, denn die Schädigung des Kindes als auch die Frage nach der höheren Sicherheit für Mama und Baby sind einfach noch nicht geklärt. Von vielen Experten hört man deshalb, nur so wenig Ultraschall anzuwenden wie unbedingt notwendig.

Bei meinen bisherigen Schwangerschaften war ich noch bei allen regulären Terminen beim Gynäkologen. Es war ein äußerst netter Frauenarzt, muss ich wirklich dazu sagen. Nach kurzer Wartezeit wurde dann Urin untersucht, Blutdruck überprüft, evtl Blut abgenommen, Gewicht gecheckt, Bauch außen getastet, ich innen getastet und letztendlich ein Ultraschall vorgenommen. Zum Ende hin kam dann noch jedes Mal das CTG hinzu. Etwa 30 Minuten still liegen, mit engen Gurten um den Bauch und wenn das Baby nicht wach war, musste man es wecken. Warum auch immer, der Herzschlag im Schlaf war wohl nicht aussagekräftig genug.

Hat sich an meinem Gewicht nichts verändert, war gleich die Sorge da ob das Kleine nicht mehr „normal“ wächst.

Ich empfand diese Prozedur jedes mal als sehr kräftezehrend. Zumal Baby und ich wie schon erwähnt kerngesund waren und ich für viele Untersuchungen einfach keinen driftigen Grund sah. Während ich bei Ludo noch an der Untersuchung auf Schwangerschaftsdiabetes teilnahm, nach der es mir echt nicht gut ging und auch hier das Ergebnis wieder gut für mich ausfiel, lies ich diese bei Sedrik nicht mehr vornehmen. Mein Gefühl sagte mir ganz klar, dass es nicht von Nöten war. Es sprach einfach nichts dafür. Im Prinzip wusste ich das auch bei Ludo, doch ich habe mir da noch sagen lassen, dass es äußerst wichtig sei, es machen zu lassen.

Und auf dieses Gefühl möchte ich hier noch ein bisschen eingehen. Leider haben wir oft nicht mehr viel Gefühl für unseren Körper. Wir geben uns zu oft und zu schnell in fremde Hände, lassen uns sagen, was gut für uns ist und was nicht. Aber wir tragen doch so viel Wissen in uns. So viel Gefühl. Entdeckt euch wieder! Geht in Euch! Hört, was euer Körper euch zu sagen hat. In den meisten Fällen weiß eine werdende Mama ganz genau ob es ihr und dem Baby gut geht oder nicht.

Natürlich gibt es auch Schwangerschaften in welchen nicht alles tip top läuft. Keine Frage und hier möchte ich auch erwähnen, dass die heutige Medizin durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Vielen Mamas und / oder Babys konnte so schon geholfen werden und ich möchte nicht, dass ihr denkt, ich möchte das komplett schlecht reden.

Ich stelle nur in Frage, ob bei bester Gesundheit das komplette Paket an Untersuchungen ausgepackt werden muss oder ob man Mama und Baby hier mehr Stress zufügt, als wie wenn man die Schwangerschaft wieder als etwas natürliches ansieht und nur bei Notwendigkeit eingreift.

Im Übrigen fand ich die Genauigkeit des Ultraschalls wirklich lustig, denn beide Söhne kamen mit etwa 1000g mehr auf die Welt als errechnet. Und ich empfinde 1kg Unterschied bei so einem Würmchen macht wahnsinnig viel aus. *lach*

Bei meiner jetzigen Schwangerschaft habe ich mich für die Vorsorge durch eine Hebamme entschieden. Und ich kann es wirklich jeder Frau nahe legen, die wieder mehr an sich, an das wachsende Leben in sich und an die Natur glauben möchte. Die sich wieder mehr auf die Schwangerschaft als das Wunder das sie ist konzentrieren möchte und nicht auf die vielen Daten im Mutterpass (den man natürlich trotzdem bekommt). Vielen ist gar nicht bewusst, dass eine Hebamme nahezu alles untersuchen kann, was auch der Arzt untersucht. Die Betonung liegt hier auf KANN, denn der Unterschied: Die Hebamme untersucht wo es Sinn macht und so wenig wie möglich. Während der Arzt (oder sagen wir mal die meisten, auch hier gibt es natürlich Ausnahmen) einfach nach dem gängigen Schema vorgehen. Ich bin begeistert von ihrer Vorgehensweise und während meine zwei Jungs nebenan spielen können, entstehen Gespräche, die so nie ein Frauenarzt führen würde.

Nachdem mein Mann vor Neugierde auf das Geschlecht fast geplatzt wäre, wurde in der vergangenen Woche nach Absprache mit der Hebamme ein erster Ultraschall vorgenommen. Mein Mann hat Glück, das Bürschchen hat sich gezeigt, denn einen weiteren Ultraschall wird es ohne driftigen Grund sicherlich nicht geben. ♥

Also ihr lieben Frauen und werdenden Mamas da draußen: Geht in Euch! Nehmt euch wahr und hört auf euer Bauchgefühl. Es wird Euch genau sagen, was Euch gut tut und was nicht. Und hinterfragt. Man muss nicht alles hin nehmen, nur weil es eben gängiger weise so praktiziert wird. Nicht alles was möglich ist, ist auch sinnvoll.

Ich wünsche Euch einen wunderschönen ruhigen Sonntag Abend und bis zum nächsten Mal! ♥

Madeleine

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